Nadine Gordimer Nobelpreis für Literatur 1991

On 2. Oktober 2009 · 0 Comments

Nadine Gordimer, die 1991 den Nobelpreis für Literatur erhielt, wurde am 20. November 1923 in Springs, Südafrika geboren. Sie war die Tochter eines jüdischen Juweliers. Aufgrund einer vermeintlichen Herzschwäche wurde sie von ihrer Mutter zu Hause unterrichtet, später besuchte sie eine Klosterschule. Sie begann das Schreiben schon mit neun Jahren, mit 14 veröffentlichte sie ihre erste Kurzgeschichte. Sie begann nach ihrer Schulzeit ein Studium an der Witwatersrand Universität, brach dieses aber nach einem Jahr wieder ab. Sie veröffentlichte 1949 eine Kurzgeschichtensammlung und vier Jahre später ihren ersten Roman The Lying Days. Nadine Gordimer reiste viel zwischen Afrika, Europa und den USA. Sie lehrte an verschiedenen Universitäten. Sie brachte mehrere Romane, Erzählungen und Essays heraus. Ihre Werke wurden in über dreißig Sprachen übersetzt.

Das Leben von Nadine Gordimer war geprägt von dem rassistischen und brutalen System der Apartheid in Südafrika. Viele ihre Werke widmeten sich auch diesem Thema. In den 50er Jahren gehörte Gordimer zu einer Gruppe, welche die Apartheidgesetze bewusst missachtete. 1956 kam es deswegen zu Massenverhaftungen und einem Verbot des African National Congress. Da Nadine Gordimer immer wieder konsequent um das Recht auf freie Meinungsäußerung kämpfte, wurde ihr in ihrem Heimatland des Öfteren ein Publikationsverbot auferlegt. Als in den 60er Jahren der Widerstand der schwarzen Bevölkerung stärker wurde, fühlte sich die Schriftstellerin doppelt ausgegrenzt, aufgrund des Apartheidregimes und ihrer Hautfarbe. In ihren Werken zeigt sie, dass Apartheid sich immer wieder weiterentwickelt hat.

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