Wole Soyinka Nobelpreis für Literatur 1986

On 5. November 2009 · 0 Comments

Der große Romancier, Lyriker, Theaterautor und Essayist Wole Soyinka ist eine der wichtigsten literarischen Stimmen des afrikanischen Kontinents. Auch politisch erhob er immer wieder seine Stimme. Er leistete Widerstand während des Biafra-Kriegs, gegen das Militärregime von Sani Abachas und sprach sich gegen die Hinrichtung von Menschenrechtsaktivisten aus. Der Nigerianer ging aufgrund seiner Überzeugung ins Gefängnis und letztendlich ins Exil. Soyinka studierte Griechisch, Englisch und Geschichte an der Universität von Ibadan, später studierte er an der Universität von Leeds englische Literatur. In London arbeitete er als Schauspieler und Dramaturg. Zurück in Nigeria beschäftigte er sich mit den Studien des afrikanischen Dramas, unterrichtete an verschiedenen Universitäten und wurde 1975 Professor für Komparatistik. Soyinka ist Mitbegründer der politischen Theatergruppe Orsun Theatre und der Vereinigung Drama Association of Nigeria.

Soyinka hat mehrere Theaterstücke, Romane und Erzählungen veröffentlicht, unter anderem beschreibt er darin seine Zeit im Gefängnis. 1971 geht er aus politischen Gründen nach Europa ins Exil. 1975 kehrt er nach Nigeria zurück und wird Generalsekretär der Union Writers of African People. 1985 wird er Ehrendoktor der Universität Paul Valery-Montpellier. 1986 erhält Soyinka den Literaturnobelpreis. Er wird Präsident am internationalen Theaterinstitut in Paris. Danach ist er immer wieder auf Reisen und hält mehrere Gastprofessuren. Er hat außerdem die Elias-Ghanem-Professur für kreatives Schreiben an der Universität von Nevada in Las Vegas inne. Soyinkas Werke gelten als kultur- und kontinentverbindend. Er erhält 2006 den Weilheimer Literaturpreis.

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